Kinder in sozialen Netzwerken

Das sollten Sie über soziale Netzwerke im Zusammenhang mit ihren Kindern wissen:

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Snapshot oder Pinterest sind auch dem alltäglichen Leben Ihrer Kinder nicht wegzudenken. Wer hier ein Verbot ausspricht, stellt sich ganz schnell auf´s Abstellgleis und hat keine Chance, sein eigenes Kind in diesem Punkt zu erreichen.

Grundsätzlich sind soziale Netzwerke nicht schlecht und bieten zudem sehr viele Möglichkeiten für Ihre Kinder. Es ist aber so, dass die Hauptfunktion von Facebook und Co. eine gewisse Problematik darstellt. Die Kommunikation mit anderen (unbekannten) Personen und Freunden.

Aus meiner Sicht wird die Thematik Datenschutz in den nächsten Jahrzehnten immer mehr in den Hintergrund geraten. Dies liegt an der Tatsache, dass es für Kinder und Jugendliche von Anfang an (um nicht zu sagen von Klein auf) völlig normal ist Informationen zu teilen. „Fahr gerade in die Stadt, wer ist auch da?“ oder „bin an der Bushaltestelle, wer kommt auch?“ sind für Jugendliche völlig normale Nachrichten und Posts.

Wer gerade wo beim Essen ist wird genauso gepostet, wie der Wunschzettel für den nächsten Geburtstag. Zudem ist es offenbar kein Problem wenn Fotos in peinlichen Situationen gepostet werden. Hauptsache die Anzahl der Klicks und Likes stimmt.

Hier müssen Sie ansetzen. Sprechen Sie mit Ihren Kinder über die Problematik Öffentlichkeit und auch über den Umstand, dass das Posten von Bildern und Meldungen später vielleicht peinlich werden kann. Zudem müssen Jugendliche wissen, dass es durchaus einen Straftatbestand darstellen kann, wenn sie selbst beispielsweise Sexvideos an minderjährige Freunde verschicken.

Das sollten Sie und Ihre Kinder im Umgang mit sozialen Netzwerken beachten:

Ermöglichen Sie ihren Kindern Zugang zu sozialen Netzwerken. Facebook beispielsweise hat eine Altersgrenze eingeführt. So dürfen Kinder unter 13 Jahren noch nicht am bekanntesten und größten sozialen Netzwerk teilnehmen. Andere Netzwerke wie beispielsweise Snapchat oder Pinterest ermöglichen auch jüngeren Nutzern die Teilnahme.

Informieren Sie sich über die soziale Netzwerke, die Ihre Kinder nutzen. Es kann nicht schaden, dass Sie sich hier auch einen Account anlegen. So wissen Sie bestens Bescheid, was über diese Kanäle läuft.

Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Aktivitäten in den jeweiligen Netzwerken. Fragen Sie nach, ob Sie sehen dürfen, was Ihre (und auch andere Kinder) posten und veröffentlichen. Sprechen Sie auch darüber, warum bestimmte Dinge wie private oder peinliche Fotos nicht gepostet werden sollen.

Sprechen Sie über das Thema Cybermobbing und fragen Sie nach, ob dies auch im Umfeld Ihres Kindes schon vorgekommen ist.

Erklären Sie Ihrem Kind, dass es nur Freundschaftanfragen von Personen annehmen soll, welche das Kind auch im „echten Leben“ kennt. Sprechen Sie in diesem Zusammenhang auch über die Betrugsmasche von Fakeprofilen und die Tatsache, dass es auch Erwachsene gibt, welche sich über soziale Netzwerke als Jugendliche ausgeben.

Überprüfen Sie zusammen mit Ihrem Kind die Privatsphere Einstellungen.