So versucht die Nigeria Connection an Ihr Geld zu komm

Nigeria Connection

Einen Ermittlungserfolgs konnte die US-Polizei Ende des Jahres 2017 im Kampf gegen die sog. „Nigeria Connection“ vermelden. Ein Betrüger, der sich als „Prinz von Nigeria“ ausgab, konnte ermittelt und dingfest gemacht werden. Prinz ist er natürlich nicht, hatte aber Kontakte zur „Nigeria Connection“, welche ihren Ursprung in dem afrikanischen Land hat.

Was war passiert?

Sicher haben Sie auch schon eine eMail erhalten, mit welchem Ihnen großer Reichtum versprochen wurde, weil angeblich ein Vermögen von mehreren Millionen US Dollar auf einem Bankkonto in einem fernen Land liegt und Ihre Hilfe benötigt wird.

Das es sich hierbei nur um Blödsinn handeln kann, liegt auf der Hand. Leider gibt es aber immer noch Internetnutzer, welche noch nie von der „Nigeria Connection“ gehört haben und fallen deswegen auf die banalen Tricks der Betrüger herein.

Der Mann, welcher jetzt in den Vereinigten Staaten von Amerika festgenommen wurde ist fast 70 Jahre alt und steht laut einem Bericht der „New Orleans Advocate“ im Verdacht zusammen mit Gehilfen unzählige von Spam Mails verschickt und so sehr viele Opfer in die Falle gelockt zu haben.

Wie läuft der Betrug der „Nigeria Connection“ ab?

Wie schon beschrieben erhalten die Opfer zunächst eine Mail, welche ein großes Vermögen verspricht.

Wer sich auf diese Nachricht meldet befindet sich schon in den Fängen der Opfer. Über geschicktes Social Engineering schaffen es die Abzocker ihre Opfer so zu manipulieren, dass diese im Zuge der „Verhandlungen“ Gebühren, Auslagen und sonstige Kosten im Vorfeld bezahlen.

Meist erfolgt diese Bezahlung über anonyme Bezahldienste bzw. Zahlungsdienstleister, bei welchem der Geldfluss nicht wirklich nachvollzogen werden kann.

Das der Betrug, welcher zu den ältesten Betrugsmaschen im Internet zählt, immer noch gut funktioniert zeigt ein Blick auf die Zahlen. Mehrere Millionen Euro ergaunerten die Betrüger deutschlandweit im letzten Jahr.

Wie kann man sich vor der „Nigeria Connection“ schützen?

Ganz einfach: der beste Schutz ist das Wissen, dass es dieses Phänomen gibt. Wenn Sie eine eMail mit entsprechendem Text erhalten und Ihnen sehr viel Geld versprochen wird, dann sollten Sie die Mail direkt löschen.

Zu verschenken hat so gut wie niemand etwas. Schon gar nicht ein angeblicher „Prinz aus Nigeria“.

 

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Falscher Windows Movie Maker

Betrug

Achtung falscher Windows Movie Maker steht zum Download bereit

Mal schnell den letzten Urlaubsfilm bearbeiten, ein Video für Freunde schneiden oder Kindervideos archivieren. Wer seine Filme bearbeiten möchte, greift gerne auf den Windows Movie Maker zurück.

Kleines Problem: Windows 10 enthält das beliebte Programm nicht mehr und es muss aus dem Internet geladen werden. Genau diesen Umstand machen sich nun Betrüger zunutze und haben es geschafft gefälschte Webseite auf Platz 1 bei den Google Suchergebnissen zu bringen. Die Webseite www.windows-movie-maker.org hört sich zunächst vertrauenswürdig und seriös an, ist jedoch eine Falle. Hier haben Abzocker die Original Webseite gefälscht.

Dabei ist es vergleichsweise einfach zu merken, ob man die falsche Version aus dem Internet geladen hat. Bereits beim Speichern der Datei möchten die Betrüger 30 Dollar für die Freischaltung der Vollversion. Eine glasklare Abzocke, denn den Windows Movie Maker gibt es kostenlos.

Was ist wenn ich den falschen Windows Movie Maker installiert habe?

Dann sollten Sie das Programm sofort löschen und Ihren Computer mit einer Anti-Viren-Software auf Schadsoftware untersuchen.

Mein Fazit:

Obwohl auch der gefälschte Windows Movie Maker funktionieren würde, macht es natürlich keinen Sinn, sich gefälschte Software zu laden und für diese auch noch zu bezahlen. Also am besten den Windows Movie Maker von der offiziellen Webseite von Windows laden.

 

 

 

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Was hat es mit der eMail „Ich verkaufe eMails“ auf sich?

eMails

In den letzten Wochen erhielten etliche Internetnutzer (unter anderem auch ich) eine Spam-Mail, welche bereits in der Betreffzeile ankündigte „Ich verkaufen eMails!“ Das führte zu einigen Nachfragen nicht nur bei mir, da viele verunsichert waren, ob da nicht widerrechtlich persönliche Daten verkauft werden.

Auch die Verbraucherzentrale hat das neue Phänomen bereits thematisiert und wart vor diesen Spam Mails. Tatsächlich weiß noch niemand, was hinter dieser Mail steckt, da sich der vermeintliche Verkäufer in der Anonymität des Internets versteckt und eine Bezahlung auch nur über nicht nachvollziehbare Wege wie z.B. Bitcoins erfolgen kann.

Wer Bedenken hat, ob seine Daten (schon wieder) gestohlen wurden und nun verkauft werden sollen, der kann sich auf der Webseite des Hasso-Plattner-Instituts prüfen, ob eigene Login-Daten auch betroffen sind.

Was kann man mit entwendeten eMail-Adressen anfangen?

Grundsätzlich alles. Angefangen von der harmlosen Werbenachricht im eMail-Postfach bis hin zur widerrechtlichen Nutzung der eMail-Adresse, falls auch die Zugangsdaten zu dieser eMail-Adresse verkauft werden.

So schützen Sie sich vor gefährlichen Mails

Man kann es gar nicht oft genug sagen: die häufigste Ursache für ausgespähte Daten und Computerbetrug sind Phishing Mails.

Aus diesem Grund sollten Sie auf keinen Fall auf Links innerhalb von eMails klicken oder Anhänge von Nachrichten öffnen. Insbesondere dann wenn Sie den Absender der Nachricht nicht persönlich kennen, ist erhöhte Aufmerksamkeit angebracht.

 

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Das waren die größten Internetgefahren 2017

Internetgefahren

Das Jahr 2017 ist so gut wie Geschichte. Aus Sicht der Internetgefahren und der Abzocke online waren sicherlich Fake-Shops das größte Problem im abgelaufenen Jahr. Auch 2018 wird sich hier sehr wahrscheinlich nicht viel ändern.

Das ist mein Negativ Ranking der größten Internetgefahren im Jahr 2017:

Fake Shops

Natürlich hat es auch 2016 schon Fake Shops im Internet gegeben. Eine derartige Flut von betrügerischen Online Shops, welche die Ware nicht ausliefern war im letzten Jahr allerdings noch nicht erkennbar.

Auch 2018 wird sicherlich ein Fake Shop Jahr. Es bleibt nur zu hoffen, dass möglichst viele Internetnutzer in Deutschland immer mehr auf Fake-Shops und die Problematik aufmerksam gemacht werden und deshalb nicht in die Falle tappen.

Wie Fake-Shops zu enttarnen sind, habe ich in meinem Bereich zur Erkennung von Fake-Shops bereits berichtet.

Microsoft Support Betrug

An zweiter Stelle stehen betrügerische Anrufe durch angebliche Mitarbeiter von Microsoft. Anfang des Jahres erhielten die Opfer noch Anrufe von Betrügern, welche sich als Techniker von Microsoft zu verstehen gaben. Diese berichteten von Viren und Fehlern auf den Computer der Angerufenen. 

Natürlich eine Lügengeschichte. Die Opfer sollten lediglich dazu gebracht werden, Geld dafür zu überweisen, dass der heimische PC im Anschluss an das Gespräch mit dem Abzocker angeblich wieder frei von Viren und Schadsoftware ist. 

In der zweiten Jahreshälfte machten es sich die Betrüger noch einfacher. Jetzt wurden die Computer der Opfer so durch Schadsoftware manipuliert, dass eine Meldung angezeigt wurde. Mit dieser Meldung wurde dann wieder behauptet, dass der eigene Computer virenverseucht sei und man eine Telefonnummer anrufen muss. 

Das Ende ist das Gleiche. Es meldete sich ein angeblicher Techniker, der eine Reinigung des Computers mittels Fernwartung durchführte und berechnete für diese Dienstleistung Geld. 

Mehr zum Thema Microsoft Support Betrug findest du hier:

Ebay oder Ebay Kleinanzeigen

Leider ein Klassiker im Bereich der Internetgefahren und wahrscheinlich auch noch die nächsten Jahre im Ranking der größten Internetgefahren vorhanden.

Produkte, welche zuvor über Ebay oder Ebay Kleinanzeigen gekauft und bezahlt, aber nie geliefert wurden. 

Dabei hilft es auch nicht wirklich, sich auf eine gute Ebay Bewertung zu verlassen. Die Betrüger hacken sich vorher in bereits bestehende Ebay-Profil ein, nehmen hier gewisse Veränderungen vor und verkaufen über diese eigentlich seriösen Ebay-Verkaufskonten ihre Produkte. Sobald der Betrag überwiesen ist, hat die Falle zugeschnappt und das Geld ist verloren.

Bei Ebay Kleinanzeigen haben es die Betrüger noch einfacher, da es kein Bewertungssystem gibt. Hier werden einfach betrügerische Angebote eingestellt und nie geliefert.

Genau aus diesem Grund weißt Ebay selbst darauf hin, dass Produkte, welche über Ebay Kleinanzeigen gekauft wurden, eigentlich vor Ort abgeholt werden sollten.

Was Sie beim Einkauf über Ebay, Ebay Kleinanzeigen oder anderen ähnlichen Verkaufsportalen beachten sollten, habe ich in meinem Bericht über die Gefahren von Ebay zusammengefasst.

Was bringt das Jahr 2018?

Sicherlich wieder ganz viele neue Fake-Shops, zweifelsohne wird auch der Microsoft Support Betrug nicht abreißen, Themen wie CEO Fraud, Betrug beim Autokauf, bei der Ferienhausmiete aber natürlich auch Phishing werden uns wieder beschäftigen.

Auf jeden Fall gilt: wer Bescheid weiß, verringert die Gefahren ganz massiv, dass er Opfer von Betrug im Internet wird. 

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Abzocke am Telefon durch sog. PING Anrufe

Ping Anruf

Zwar keine echte Internetgefahr, aber dennoch ganz aktuell und brandgefährlich sind sog. PING-Anrufe. Gerade in letzter Zeit häuften sich Anrufe, welche aus dem Ausland auf den Mobiltelefonen Tausendern Deutschen angekommen sind.

Im Normalfall klingelt bei diesen PING Anrufen das Telefon nur 1 mal, so dass es nicht oder fast nicht möglich ist, rechtzeitig das Gespräch anzunehmen. Genau das wollen die Täter aber auch erreichen, denn sie spekulieren auf einen Rückruf. Dieser kann aber sehr schnell, sehr teuer werden.

So erreichten mich auch einige Anfragen von Personen, welche genau eine solchen Anruf mal aus Tunesien, den Seychellen oder Ägypten erhalten hatten.

Hinter den Anrufen verbirgt sich fast ausschließlich eine Abzocke, welche eben als PING Anruf bezeichnet wird.

Wie funktionieren solche PING Anrufe?

Der Anrufe wählt Ihre Nummer (woher er diese Nummer hat ist nicht bekannt) und legt sofort wieder auf.

Im Display Ihres Telefons wird dann die Anrufernummer als verpasster Anruf angezeigt. Das ist auch die Absicht der Betrüger, denn diese hoffen auf einen Rückruf durch Sie, der dann teuer werden kann. Für diese Rückrufe werden nämlich mindestens 3 Euro in der Minute abgerechnet.

Gibt es einen Schutz vor PING Calls?

Sie können sich nicht davor schützen, dass Sie angerufen werden. Allerdings können Sie den Anruf ganz einfach ignorieren und nicht zurückrufen.

Wenn Sie dennoch neugierig sind, wer Sie da angerufen hat (es könnte ja auch kein PING Anruf sein), dann geben Sie die angezeigte Nummer einfach bei Google ein. Die Suchmaschine kann Ihnen in den allermeisten Fällen sehr schnell sagen, ob es sich um einen entsprechend betrügerischen Anruf handelt.

Was ist zu tun, wenn man auf die Abzocke Anrufe hereingefallenen ist?

Mittlerweile hat auch die Bundesnetzagentur reagiert und für bekannte PING Rufnummern ein Verbot der Rechnungslegung erlassen. Das heißt, dass die Kosten für den Anruf gar nicht über Ihre Telefonrechnung abgerechnet werden dürfen.

Sollten Sie zusätzliche Kosten aufgrund eines PING Anrufs auf Ihrer Handyrechnung habe, so können Sie dies bei Ihrem Mobilfunkbetreiber melden. Die Chancen auf eine Kostenrückerstattung sind durchaus vorhanden.

Entwarnung würde ich aber noch nicht geben, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass sich auch die Betrüger auf immer neue Gegebenheiten einstellen und ihre Methoden leicht verändern, so dass diese aus Tätersicht wieder erfolgreich angewandt werden können.

Fazit:

PING Anrufe sind eine weiterer Beleg dafür, dass fast täglich neue Gefahren entstehen. Wenn auch die Abzocke Anrufe nicht direkt mit dem Internet in Verbindung stehen, so zeigt dies aber deutlich in welche Richtung der Weg der Betrüger geht.

Immer wieder lassen sich die Abzocker etwas Neues einfallen und immer wieder werden neuere Technologien, wie beispielsweise das Internet aber auch das Handy für Betrugsversuche genutzt.

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Gerade zur Weihnachtszeit aktuell: Phishing Mails

Phishing Mails

Achtung Phishing Mails: verstärkt in der Weihnachtszeit

Weihnachtszeit heißt auch Hochsaison für Betrüger. Wie schon berichtet gingen in den letzten Wochen deutlich mehr Fake-Shops an an Start und versuchten Opfer zu finden. Zudem landeten auch mehr Phishing Mails in den eMail-Briefkästen von unzähligen Deutschen. Aus diesem Grund möchte ich die Gelegenheit nutzen und noch einmal auf die Gefahren von Phishing Mails hinweisen sowie Tipps geben, wie Sie sich verhalten sollten, wenn Sie Opfer einer Phishing Mail wurden.

Egal ob Amazon, Paypal, Ebay, Commerzbank und und und. Um an die persönlichen Daten ihrer Opfer zu kommen nutzen die Abzocker immer Namen von großen und bekannten Unternehmen und geben sich als seriöses Unternehmen aus. Leider sind Phishing Mails in den allermeisten Fällen nicht auf den ersten Blick als Falle zu erkennen.

Was ist aber Phishing genau? Wie läuft der Betrug ab und was können Sie machen, um sich vor der miesen Abzocke zu schützen?

Wie läuft Phishing ab?

Sie erhalten zunächst eine Mail, welche optisch so gestaltet ist, als ob sie von Amazon und Co. Kommt. Vorbei sind die Zeiten, in welchen Sie anhand von schlechten Grafiken, grammatikalischen Schwächen sowie Rechtschreibfehler die Betrüger ganz schnell enttarnen konnten.

Natürlich ist der Absender weder ein großes Versandhaus, noch ein Bezahldienstleister und auch nicht Ihre Hausbank. Wenn Sie aber auf die Täuschung hereinfallen und auf einen Link innerhalb dieser Nachricht klicken, dann kommen Sie auf eine Webseite, welche wieder genau so aussieht, als wären Sie auf der Startseite des Unternehmens.

Leider handelt es sich aber bei der gefälschten Internetseite um ein Seite, welche vom Betrüger erstellt wurde und hier beginnt das Problem. Alle Daten, welche Sie hier eintragen, werden direkt an die Absender der Phishing Mail geschickt und können von den Abzockern betrügerisch verwendet werden.

Wie kann man Phishing Mails erkennen?

Wie schon beschrieben ist das nicht einfach. Alle Phishing Mails haben aber ein Ziel. Die Absender möchten, dass Sie einen Link innerhalb der Mail anklicken.

Dieses Ziel versuchen sie zu erreichen, indem Ihnen ein vermeintliches Problem beschrieben wird. Zum Beispiel eine Bestellung, welche Sie gar nicht getätigt haben oder einen betrügerischen Angriff auf Ihr Kundenkonto.

Oftmals wird schon im Betreff der Mail das Problem beschrieben und fordert sie auf schnell zu handeln. Wörter wie „Dringend“ oder „Ankündigung einer Sperrung“ bauen zudem einen gewissen Druck beim Empfänger auf.

Wie kann man sich vor Phishing schützen?

Grundsätzlich ist es nicht möglich, vor Phishing Mails zu schützen. Jeder, der ein eMail-Konto besitzt wird immer wieder entsprechend gefährliche Mails erhalten.

Das Gute: so lange sich die Phishing Mail nur in Ihrem eMail-Briefkasten befindet, kann sie keinen Schaden anrichten. Gefährlich wird es erst, wenn Sie die Mail öffnen und noch gefährlicher wird die Situation, wenn Sie einen Link innerhalb dieser Mail anklicken.

Wie wäre es, wenn Sie sich für 2018 vornehmen, nie auf Links innerhalb einer eMail zu klicken?

Das funktioniert, denn wenn Sie eine Nachricht beispielsweise von Amazon erhalten, welche ein Problem beschreibt oder sich auf eine angebliche Bestellung von Ihnen bezieht, dann können Sie ganz einfach im Internet die Seite von Amazon mit Hilfe der Eingabe von www.amazon.de in der Browserzeile sich dort einloggen und nachsehen, ob es tatsächlich ein Problem bzw. eine Bestellung gibt.

Alternativ können Sie auch bei Amazon anrufen. Der Kundenservice funktioniert nicht nur dort, sondern auch bei allen anderen großen Unternehmen bestens.

Es kann zwar durchaus sein, dass Sie ein paar Minuten warten müssen, bis Sie an der Reihe sind. Das ist aber in jedem Fall besser, wie Daten an die Betrüger senden.

Das sind meine Tipps im Zusammenhang mit Phishing Mails

Nicht unter Druck setzen lassen und genau hinsehen

Meist verwenden die Absender von Phishing Mails eine unpersönliche oder falsche Anrede. So ist oftmals „Sehr geehrter Kunde“ , „Sehr geehrte Damen und Herren“, „Lieber Herr mustermann.max“ zu lesen.

Zudem wird ein Problem beschrieben. So sind entweder angeblich Ihre Daten missbräuchlich verwendet worden, eine Verifizierung Ihrer Daten wird gefordert oder die Mail nimmt Bezug auf eine Bestellung, welche Sie gar nicht getätigt haben.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und prüfen Sie Ihren Account indem Sie sich einloggen oder direkt anrufen.

Nutzen Sie die Google Bildersuche

Geben Sie den Namen des angeblichen Absenders bei Google in der Bildersuche ein und kombinieren Sie den Namen mit den Worten „Phishing Mail“. Zum Beispiel „Amazon Phishing Mail“. Über die Google Bildersuche werden Ihnen dann andere Phishing Mails von Amazon angezeigt.

Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass die Nachricht, welche Sie erhalten haben, auch andere Menschen schon bekommen und zur Warnung ins Internet gestellt haben.

Nutzen Sie eine gute Anti-Virus-Software

Eine Anti-Virus-Software ist ein Muss für alle, die im Internet unterwegs sind. So eine Software warnt Sie mitunter auch vor Phishing Mails.

Das sollten Sie machen, wenn Sie auf eine Phishing Mail hereinfallen sind:

Verständigen umgehend das betroffene Unternehmen (z.B. MasterCard, wenn die Nachricht optisch den Eindruck vermittelt hat, dass sie von dem Unternehmen stammt) und teilen Sie dort mit, dass Sie Betrügern auf den Leim gegangen sind.

Versuchen Sie sich in Ihren betroffenen Account einzuloggen und ändere hier sofort das Passwort.

Prüfen Sie im Bereich „meine Bestellungen“, ob hier bereits widerrechtlich über Ihr Benutzerkonto Bestellungen getätigt wurden.

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Ist der Boxschaden.de ein Fakeshop?

Fakeshop

Boxschaden.de – Ist der Shop seriös? Das ist meine Bewertung

Gerade in der Vorweihnachtszeit 2017 suchen etliche Menschen in Deutschland nach Schnäppchen und Weihnachtsgeschenken für die Familie und Freude. Diesen Umstand nutzen Betrüger vermehrt aus, um auf Kundenfang zu gehen. So sind in den vergangenen Tagen deutlich mehr Fake-Shop auffällig geworden.

Fake-Shops sind im Regelfall an den günstigeren Preisen aber auch an der Tatsache zu erkennen, dass eine persönliche Abholung nicht möglich ist. Zudem bieten Fakeshops bis zu jetzigen Zeitpunkt nur die Bezahlung mittels Vorkasse an.

Auch bei Boxschaden.de ist das nicht anders. Aus diesem Grund habe ich einige Anfragen zu diesem Shop erhalten und ihn näher unter die Lupe genommen.

Ob Boxschaden seriös ist oder man sich lieber nach einem anderen Online Shop umsehen sollte, erkläre ich in folgendem Bericht.

So erkennen Sie Fake Shops

Bei Fake-Shops handelt es sich um Verkaufsportale, welche von Anfang an nur ein Ziel haben. Sie möchten Geld kassieren, aber keine Ware liefern.

Leider sind die Zeiten vorbei, in welchen Fake Shops einfach an grafisch schlecht gemachten Webseiten zu erkennen waren. Auch technisch stimmt mittlerweile bei den meisten Fakeshops alles.

Auch bei Boxschaden ist das nicht anders. Grafisch und technisch perfekt, fällt dieser Online Shop zunächst nicht negativ auf.

Wie sieht es mit Boxschaden.de aus? Ist das ein Fake Shop?

Zum einen muss man feststellen, dass Boxschaden ein relativ neuer Online Shop ist, welcher über die Google Shopping Suche gefunden wird. Eine organische Suche hat bei meinem Test nie Ergebnisse von Boxschaden.de angezeigt.

Das muss noch nichts heißen, zeigt aber, dass Google den Shop noch nicht wirklich für seine echten Suchergebnisse entdeckt hat. Die Ergebnisse bei der Shopping Suche können erkauft werden und mit günstigen Preise ist hier sogar eine Spitzenplatzierung möglich.

Die Frage, welche sich bei nahezu jedem Online Shop stellt: warum können bei einem relativ neuen Shop derartig niedrige Preise angeboten werden. Für den Fall von Boxschaden gibt es sogar eine plausible Erklärung. Auf der Webseite war zu lesen, dass hier Produkte verkauft werden, welche einen Schaden an der Verpackung haben. Aus diesem Grund ist der Verkauf mit einem deutlichen Abschlag möglich.

Irgendwie nachvollziehbar, wenngleich ein gewisser Zweifel bleibt, warum Produkte mit einem Abschlag von rund 30 Prozent angeboten werden, obwohl lediglich die Verpackung beschädigt ist.

Ist Boxschaden.de telefonisch erreichbar?

Immerhin bietet die Webseite eine Telefonnummer an. Allerdings wurde trotz mehrerer Anrufe zu keinem Zeitpunkt ein Mitarbeiter erreicht.

Das gibt ein dickes Minus, denn wer Online Produkte über einen derart gut gemachten Online Shop vertreibt, der sollte auch irgendwann mal ans Telefon gehen.

Gibt es ein Impressum und welche Informationen sind hier zu finden?

Ja, es gibt ein Impressum. Das ist aber nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass wir es mit einem seriösen Unternehmen zu tun haben.

Immerhin wird hier die Firma all IR: Modules & more GmbH genannt. Das ist doch schon mal eine Information mit der man etwas anfangen kann. Auch ein Eintrag im Handelsregister ist zu finden. Haben wir es also mit einem seriösen Shop zu tun?

Die Antwort lautet eher nein, denn die Firma all IR: Modules & more GmbH ist selbst geschädigt, da deren Namen missbräuchlich verwendet wurde.

Ein weiteres dickes Minus für Boxschaden.de, denn das Verwenden eines fremden Names ist eine Straftat. Sollte hier bewusst der Name der all IR: Modules & more GmbH benutzt worden sein, um seriös auszusehen, dann wäre die Sache eindeutig.

Was sagt die Denic?

Boxschaden.de wurde das letzte Mal im November aktualisiert. Auch das ist ein weiteres kleines Minuszeichen und trägt nicht unbedingt dazu bei, dass meine Meinung zu dem Shop besser wird.

Wie kann man bei Boxschaden.de bezahlen?

Das hört sich doch zunächst einmal sehr vernünftig an. Boxschaden.de bietet eine Bezahlung mittels Kreditkarte, SEPA Einzug und Vorkasse an. Auch Paypal wurde zunächst angezeigt. Was will man mehr?

Tatsächlich geht aber nur die Bezahlung per Vorauskasse. Egal welche Methode gewählt wird, es erscheint die Meldung, dass bei Erstbestellungen nur Vorauskasse akzeptiert wird. Satz mit X – wahr wohl nix.

Mein Fazit zu Boxschaden.de:

Eindeutiger könnte ein Fazit nicht ausfallen. Ich werde nicht bei Boxschaden bestellen. Es gibt einige Punkte, welche darauf hindeuten, dass hier etwas nicht stimmen könnte.

Hier die Minuspunkte, welche mich am meisten stören:

  • Relativ neuer Shop
  • Keine organischen Suchergebnisse
  • Durchgehend vergleichsweise niedrige Preise
  • Nicht telefonisch erreichbar
  • Impressum mit Falschangaben
  • Bezahlung nur mittels Vorauskasse
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Gewinnspiel im Namen von Aldi ist nicht von Aldi

Amazon Phishing

Gewinnspiele im Internet sind keine Seltenheit. Allerdings kommt es auch nicht selten vor, dass Namen bekannter Firmen für Gewinnspiele missbraucht werden, welche damit gar nichts zu tun haben.

In der Vergangenheit habe ich bereits über ähnliche Aktionen berichtet, bei welchen die Markennamen Saturn, Rewe, Media Markt, Ikea oder auch Aral missbraucht wurden. Nun hat es Aldi erwischt.

Bereits seit mehr als 1 Jahr landen immer wieder Mails in den Postfächern unzähliger Internetnutzer, welche vorgaukeln von der Firma Aldi verschickt worden zu sein.

Wer die Mail öffnet, dem wird angezeigt, dass offenbar Aldi einen Gutschein verschenkt. Da dieser Gutschein oftmals einen Wert von über 100 Euro (es wurden schon Mails mit Gutscheinen im Wert von 500 Euro verschickt), klingt die Sache zunächst interessant. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Fälschung, bzw. wird das Gewinnspiel nicht von Aldi betrieben. 

Wer oder was steckt hinter dem Gewinnspiel?

Wer sich die Mail genauer ansieht, der findet recht schnell den Hinweis darauf, dass der Absender der Mail die Firma GFOM Ltd. aus Birmingham ist. Diese Firma hat nach meiner Information mit Aldi genauso wenig zu tun, wie Kühe mit Schlittschuhlaufen.

Wer den Namen GFOM Ltd. bei Google eingibt, der wird sehr schnell auf eine Vielzahl von deutschen Webseiten stoßen, welche über die GFOM Ltd. berichtet haben. Offenbar handelt es sich bei der englischen Firma um einen Adresssammler, der bereits seit über 10 Jahren aktiv ist. 

Was passiert, wenn man den Link innerhalb der Mail anklickt?

Wie bei derartigen Gewinnspielen üblich landen Sie auf einer Webseite, welche nicht von Aldi betrieben wird. Ebenfalls wie üblich wird ein gewisser Zeitdruck auf Sie ausgeübt, da angeblich nur noch wenige Gutscheine zur Verfügung stehen. 

Ziel ist es, dass Sie an einer Umfrage bzw. einem Quiz teilnehmen, bei welchem Sie meist am Ende oder bereits während der Teilnahme Ihre persönlichen Daten eingeben müssen. 

Tatsächlich befindet sich auf dieser Seite (allerdings im Kleingedruckten) auch der Hinweis, dass Aldi nicht der Veranstalter dieses Gewinnspiels ist. 

 

Gibt es denn tatsächlich etwas zu gewinnen?

Diese Frage stellt sich bei den meisten Gewinnspielen. Mit Sicherheit kann ich es nicht sagen, ob bei diesem Gewinnspiel auch tatsächlich am Ende ein Gutschein beispielsweise von Aldi zu gewinnen ist. 

Was allerdings feststeht, ist die Tatsache, dass Sie Ihre persönlichen Daten an einen Adresshändler übermitteln. 

Fazit:

Ob Sie nun an dem „Aldi-Gewinnspiel“ teilnehmen möchten oder lieber nicht, bleibt natürlich vollkommen Ihnen überlassen. Sofern Sie tatsächlich etwas gewinnen sollten, dürfen Sie mir das gerne auch mitteilen. 

Was auch meiner Sicht jedoch feststeht ist die Tatsache, dass Sie Ihre persönlichen Daten an eine Firma übermitteln, welche diese Daten für eigene Zwecke weiterverwenden kann. Wer das nicht möchte, der sollte an diesem Aldi Gewinnspiel nicht teilnehmen.

Seriöse Gewinnspiele, welche tatsächlich von der angegebenen Firma durchgeführt werden gibt es übrigens auch im Internet. Aktuelle Beispiele finden Sie z.B.:

https://www.einfach-sparsam.de/gewinnspiele/uebersicht

www.gewinnspielwelt.de/gewinnspiele

 

 

 

 

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Beim Autokauf betrogen

Betrug beim Autokauf

Alles hätte so schön sein können für Norbert W. Er hatte seinen Traumwagen bei mobile.de entdeckt. Einen 3 Jahre alten Audi mit einer Luxus-Ausstattung, die das Herz des 44-jährigen Heizungsbauer höher schlagen ließ. Zu schön um wahr zu sein? Leider ja, denn der Mann stand am Ende ohne Auto da und hatte sogar einen Verlust von 900 Euro zu beklagen. 

Autos werden mittlerweile oftmals im Internet verkauft. Das haben auch Betrüger herausgefunden und nutzen seriöse Plattformen wie mobile.de und autoscout24.de, für ihre betrügerischen Angebote. 

Wie im Fall von Norbert W. haben die Abzocker dabei leichtes Spiel. Sie klauen Fotos von anderen Anzeigen und erstellen eine eigene Annonce. Meist werden die Fahrzeuge dann deutlich unter Preis angeboten, um möglichst viele Interessanten anzulocken.

Bei betrügerischen Anzeigen steht das Fahrzeug angeblich im Ausland

Wurde das vermeintliche Opfer auf die Verkaufsanzeige aufmerksam und kontaktiert den Betrüger mittels Mail, kommt oftmals die gleiche Geschichte: das Auto ist bestens in Schuss, super ausgestattet und hat keine Mängel. Einziger Nachteil ist die Tatsache, dass das Auto angeblich im Ausland steht und der Besitzer es jetzt verkaufen will. 

Um es dem Interessent so einfach wie möglich zu machen, gibt der Betrüger vor, den Transport nach Deutschland zu organisieren. Aus diesem Grund erhält der Käufer eine Bestätigungsmail des Transportunternehmens und bekommt zudem den Lieferzeitpunkt genannt. Natürlich wird das Auto angeblich direkt vor die Haustür des Käufers geliefert.

Dabei geht der neue Autobesitzer scheinbar kein Risiko ein, denn das Fahrzeug muss erst bei Übergabe an den Spediteur bezahlt werden. Lediglich die Transportkosten müssen vorab bezahlt werden. In den meisten Fällen handelt es sich hier um Beträge zwischen 500 bis 2000 Euro. 

Zahlen Sie beim Autokauf nie mittels Vorauskasse

Natürlich hatte auch Norbert W. Bauchschmerzen, als er 900 Euro an eine Person in England mittels Bezahldienst Western Union überwiesen hat. Allerdings freute er sich auch auf das neue Auto, welches er deutlich unter Preis erworben hatte. Zudem recherchierte er im Internet nach der Transportfirma und fand eine gute gemachte und seriöse Internetseite eines internationalen Transportunternehmens. 

Was der Heizungsbauer zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: die Betrüger hatten auch die Bestätigungsmail der Spedition gefälscht und so beim 44-jährigen den Eindruck erweckt, die Mail käme tatsächlich von diesem Transportunternehmen.

Nachdem Norbert W. sein Auto zum angegebenen Lieferzeitpunkt nicht erhalten hatte, wandte er sich zunächst per Mail an den Verkäufer. Diesen konnte er nicht erreichen. Bei der angeblichen Transportfirma wurde ihm im Anschluss mitgeteilt, dass man von dem angegeben Auftrag nichts weiß. Auch die übersandte Tracking-Nummer stimmte nicht. Erst dann wusste der Mann, dass er Betrügern aufgesessen ist. 

Das sollten Sie beim Autokauf im Internet beachten:

  • Überweisen Sie zu keinem Zeitpunkt Geld für ein Auto oder Motorrad, welches Sie nur von Bildern aus dem Internet kennen.
  • Zahlen Sie das Auto nicht mittels Bezahldienste wie Western Union oder Moneygram
  • Kaufen Sie nur ein Fahrzeug, welches Sie auch selbst vor Ort ansehen und überprüfen können.
  • Insbesondere die Kombination von extrem günstigen Preis und der Forderung nach einer Vorabzahlung stellt aus meiner Sicht eine große Gefahr des Betrugs beim Autokauf dar.

 

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