Seltsame Facebook Freundschaftsanfrage

Facebook ZONG Betrug

Eigentlich ist die Masche veraltet und längst bekannt, aber scheinbar gibt es noch genügend Menschen, die immer noch darauf hereinfallen: Betrüger klauen sich die Identität und das Profilfoto von Facebook Usern, legen ein identisches Profil mit fast gleichem Namen des Opfers an und senden dann eine Freundschaftsanfrage an dessen Facebook Freunde.

Die Empfänger der Freundschaftsanfrage nehmen diesen natürlich an, da sie davon ausgehen, dass die Anfrage von einer bekannten Person kommt. Tatsächlich steckt aber ein Betrüger dahinter, der lediglich eines will: Telefonnummern. Mit diesen Telefonnummern ist es dann möglich sich einen Bezahl-Code für den Bezahldienst ZONG zu erschleichen. 

Julia ist es ebenso ergaben. Sie hatte eine Freundschaftsanfrage von einer ehemaligen Schulfreundin erhalten. Julia nahm die Anfrage an, obwohl sie eigentlich bereits eine Facebook-Freundschaft zwischen beiden bestand.

Kurze Zeit später wurde Julia von der ehemaligen Mitschülerin über den Facebook Chat angeschrieben. „Schick mal deine Telefonnummer“ stand dort. Etwas verwundert über die seltsame Nachricht, schickte die junge Frau ebenfalls via Facebook Chat ihre Handynummer.

Immer noch in dem Glauben, dass es sich um eine Unterhaltung mit ihrer ehemaligen Schulfreundin handelt. Das sie ihre Nummer an eine ihr unbekannte Person, an einen Internetbetrüger geschickt hatte, ahnte Julia zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Das dicke Ende kommt noch

Leider war das nicht das Ende der Geschichte. Julia erhielt nämlich kurz nachdem sie die Nummer per Facebook Chat übermittelt hatte eine Nachricht auf ihr Handy. Dabei handelte es sich augenscheinlich um einen Code, mit welchem die Auszubildende nichts anfangen konnte. 

Fast zeitgleich schrieb ihr aber dann die angebliche Schulfreundin „Schick mal Code„. Wieder wunderte sich die junge Frau über die seltsame Ausdrucksweise, schickte aber die Zahlen- und Buchstabenkombination, welche sie unmittelbar zuvor als Nachricht erhalten hatte über den Facebook Chat weiter.

Dieses Szenario wiederholte sich noch 3 mal bis Julia den Eindruck hatte, dass etwas nicht stimmt und den Chat beendete.

Als die Auszubildende ihr nächste Telefonrechnung erhielt, war ihr klar, was es mit diesem seltsamen Code auf sich hatte.

Es war ein Bezahlcode, welcher über ihre Handyrechnung abgerechnet wird. Ähnlich wie ein Gutscheincode kann dieser Bezahlcode für Onlinespiele oder ähnliche Produkt eingelöst werden.

Der Wert des Gutscheins (jeweils 19,99 Euro) wurde dann über die Telefonrechnung von Julia von ihrem Konto eingezogen. Insgesamt 79,96 Euro kostet sie der Spaß, welcher ganz leicht zu vermeiden gewesen wäre.

Das sollten Sie über den Betrug mit falschen Facebook Profilen wissen:

Die Täter kopieren die Profile von Facebook Nutzern, welche die eigene Freundesliste offen und für alle Facebook User gemacht haben.

Ein neues Benutzerkonto wird durch die Betrüger angelegt, welches dem ursprünglichen und echten Facebook Profil täuschend ähnlich aussieht.

In einem zweiten Schritt schreiben die Täter alle Freunde des kopierten Profils über den Chat an und fordern die Handynummer dieser Personen.

Im Anschluss erhalten die Personen, welche ihre Nummer über den Chat schicken einen Bezahlcode als Kurznachricht zugeschickt.

Sobald dieser Bezahlcode wieder über Facebook Chat an den Täter zurückgeschickt wird, hat die Falle zugeschnappt. Dann wird der Code sofort eingelöst und der fällige Betrag über die Telefonrechnung des Opfers abgebucht.

So können Sie den Betrug über falsche Facebook Profile verhindern:

  • eigene Freundesliste verdeckt / nicht öffentlich halten
  • bei Freundschaftsanfragen von eigentlich bekannten und bereits befreundeten Personen, zunächst nach weiteren Profilen dieser Person suchen
  • keine Handynummer über den Facebook Chat schicken
  • Bezahlcodes nie an andere Personen weiterleiten

 

Wurden Sie auch Opfer dieser Masche? Oder möchten Sie mir etwas anderes im Zusammenhang mit Onlinebetrug mitteilen? Dann her damit. Ich freue mich über Ihre Nachricht. Einfach eine eMail an die Adresse info@internetgefahren.net schicken. 

 

 

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